18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
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Dasselbe Spiel, derselbe Name, zwei völlig getrennte Rechtsordnungen: Für Geräte in Spielhallen gelten andere Vorschriften, andere Erlaubnisse und andere Behörden als für Automatenspiele am Bildschirm. Diese Seite stellt beide Seiten nebeneinander und zeigt, wo sie sich berühren und wo nicht.
Zwei Regelwerke und zwei Zuständigkeiten
Die Halle steht auf zwei Säulen. Gewerberechtlich richtet sich der Betrieb von Geldspielgeräten nach der Spielverordnung des Bundes; glücksspielrechtlich kommen die Spielhallengesetze der Länder hinzu, die über Abstände zwischen Standorten, Sperrzeiten und die Zahl der Geräte je Betrieb entscheiden. Zuständig ist vor Ort die Kommune, in der Regel über Gewerbe- und Ordnungsamt.
Das Netz steht auf einer anderen Grundlage: dem Staatsvertrag über Glücksspiel, der am 1. Juli 2021 in Kraft trat. Beaufsichtigt wird dieser Bereich von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Deren Dienstsitz ist Halle an der Saale. Sie führt das Verzeichnis der Unternehmen, die hierzulande antreten dürfen, und sie entscheidet über Erteilung und Entzug.
Schon daraus folgt der wichtigste Satz dieser Seite: Zwischen beiden Welten gibt es keine Gleichsetzung. Eine Zulassung in der einen besagt nichts über eine Erlaubnis in der anderen, und wer eine Frage hat, muss wissen, an welche der beiden Stellen sie gehört.
Drei Erlaubnisse, die oft verwechselt werden
Die erste gehört dem Gerät. Ein Geldspielgerät für Hallen braucht eine Zulassung seiner Bauart; erteilt wird sie von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, und sie betrifft allein die Technik: Spielablauf, Grenzen, Protokollierung. Sie sagt nichts über den Betreiber eines Standorts und erst recht nichts über ein Angebot im Netz.
Die zweite gehört dem Standort. Wer eine Halle betreibt, braucht die gewerberechtliche Erlaubnis und die glücksspielrechtliche des Landes, und beide sind an den Ort gebunden. Zieht der Betrieb um, beginnt das Verfahren von vorn, weil Abstandsregeln am neuen Ort anders greifen.
Die dritte gehört dem Veranstalter im Netz, und nur sie steht in dem Verzeichnis, das man als Spieler nachschlägt. Wichtig ist dabei die Rolle des Herstellers: Dass ein Spiel von einem bekannten Automatenhaus entwickelt wurde, begründet keine Erlaubnis für das Haus, bei dem das Konto liegt. Für die Prüfung zählt der Name aus dem Seitenfuß, nicht der Name auf dem Gehäuse.
Bauartzulassung: betrifft die Technik eines Hallengeräts
Erlaubnis für den Standort: ortsgebunden, beim Land und der Kommune
Erlaubnis für das Netz: unternehmensbezogen, im Verzeichnis der Aufsicht
Hersteller des Spiels: keine Aussage über den Veranstalter
Was in der Halle begrenzt wird
Die Spielverordnung regelt den Ablauf am Gerät recht engmaschig, und zwar über Zeit und Beträge je Zeiteinheit statt über einzelne Runden. Festgelegt sind eine Mindestdauer für ein Spiel, Obergrenzen für Einsatz, Verlust und Gewinn innerhalb einer Stunde sowie Pausen, in denen das Gerät nach längerem Betrieb nichts annimmt. Dazu kommt die Protokollierung im Gerät selbst.
Symbolbild · KI-generierte Illustration
Organisatorisch greift eine zweite Schicht. Hallen unterliegen Sperrzeiten, dürfen nur eine bestimmte Zahl von Geräten aufstellen und müssen eine Aufsichtsperson vorhalten. Am Eingang steht eine Kontrolle, die zwei Dinge klärt: Volljährigkeit und ein möglicher Eintrag in der bundesweiten Sperrdatei.
Erkennbar ist das für Besucher an Ausweiskontrolle und an Aushängen. Wer in einer Halle kein Ausweisgerät und keinen Aushang sieht, befindet sich entweder nicht in einer Spielhalle oder in einer, die ihre Pflichten nicht erfüllt. Beschwerden dazu gehören zur Kommune, nicht zur Aufsicht über das Netz.
Was im Netz begrenzt wird
Am Bildschirm sieht die Begrenzung anders aus, weil sie an der einzelnen Runde ansetzt. Pro Runde am virtuellen Automaten ist höchstens ein Euro erlaubt, auf jede Runde folgen fünf Sekunden Wartezeit, und einen Dauerlauf ohne Tastendruck gibt es nicht. Diese drei Vorgaben sind am Bildschirm in einer Minute nachprüfbar.
Darüber liegt eine Schicht, die es in der Halle nicht gibt: die personenbezogene Buchführung. Einzahlungen sind auf tausend Euro im Monat begrenzt, und zwar je Spieler statt je Konto; die Summe führt die Datei LUGAS. Ein weiteres Konto erweitert den Rahmen deshalb nicht. Dasselbe System sorgt dafür, dass nicht zur selben Zeit bei mehreren Anbietern gespielt wird.
Schließlich hängt am Einsatz eine Abgabe: 5,3 Prozent, und zwar als Schuld des Veranstalters, nicht des Spielers. In der Halle wird anders besteuert, und auch das gehört zu den Gründen, warum sich Gewinnpläne zwischen beiden Welten unterscheiden.
Halle und Netz nebeneinander
Punkt
Spielhalle
Automatenspiel im Netz
Rechtsgrundlage
Spielverordnung und Landesgesetze
Staatsvertrag über Glücksspiel
Aufsicht
Kommune, Gewerbe- und Ordnungsamt
Behörde der Länder in Halle an der Saale
Technische Prüfung
Bauartzulassung des Geräts
Prüfung im Erlaubnisverfahren
Grenzen
Beträge je Zeiteinheit, Mindestspieldauer
ein Euro je Runde, fünf Sekunden Pause
Monatsrahmen
nicht vorgesehen
tausend Euro je Person, geführt in LUGAS
Zugangskontrolle
Ausweis am Eingang
Identitätsprüfung im Konto
Sperrdatei
Abfrage am Eingang
Abfrage vor Spielbeginn
Die einzige Brücke: eine Sperre für beide Welten
Bei allen Unterschieden gibt es eine Stelle, an der die beiden Ordnungen zusammenlaufen, und sie ist die wichtigste der ganzen Seite. Die bundesweite Sperrdatei OASIS wirkt in beide Richtungen: Ein Eintrag verschließt den Zugang zu erlaubten Angeboten im Netz und zugleich den Eingang zu Spielhallen, Spielbanken und Wettvermittlungsstellen.
Das ist der Grund, warum eine Pause, die nur bei einem Anbieter eingerichtet wurde, in der Praxis häufig nicht trägt. Sie endet an der Grenze dieses einen Kontos, während der Weg in die nächste Halle offen bleibt. Ein Eintrag in der Datei kennt diese Lücke nicht.
Beantragen kann ihn jeder für sich selbst, bei der zuständigen Behörde oder über ein erlaubtes Haus, das den Antrag weiterleitet. Eine Begründung ist nicht nötig, und beim Ausfüllen hilft auf Wunsch eine Beratungsstelle. Beendet wird eine solche Sperre nicht von allein, sondern erst auf eigenen Antrag nach der Mindestdauer, und diese Schwergängigkeit ist genau ihr Zweck.
Eine Spielpause bei einem Haus gilt nur dort. Reichweite über beide Welten hat allein der Eintrag in der bundesweiten Datei.
Warum sich Erfahrungen nicht übertragen lassen
Aus der Trennung folgt eine praktische Konsequenz für jeden, der nach Erfahrungen sucht. Ein Bericht über ein Gerät in der Halle beschreibt ein Produkt mit anderen Grenzen, anderer Bauweise und anderer Aufsicht als ein Automatenspiel im Netz, selbst wenn Name, Symbole und Töne identisch wirken.
Symbolbild · KI-generierte Illustration
Dazu kommt die Verwechslung der Rollen. Ein bekannter Gerätename stammt vom Hersteller; wer im Netz ein Konto anbietet, ist ein Veranstalter und oft eine ganz andere Firma. Ein Werbebanner mit einem vertrauten Gehäuse ist also kein Hinweis darauf, dass dieses Angebot hierzulande antreten darf.
Wer mit dieser Unterscheidung an das Thema geht, spart sich zwei Enttäuschungen: die Suche nach einem Hallengerät am Bildschirm und das Vertrauen in eine Marke, die mit dem Betreiber nichts zu tun hat.
Wohin eine Beschwerde gehört
Weil die Zuständigkeiten getrennt sind, entscheidet die Art des Problems über den Adressaten. Geht es um eine Halle, also um Sperrzeiten, Einlasskontrolle, Aushänge oder den Zustand der Geräte, ist die Kommune die richtige Stelle. Geht es um ein Angebot im Netz, also um Konto, Einzahlung, Werbung oder Abhebung, ist zuerst das Haus selbst zuständig und danach die Aufsicht der Länder.
In beiden Fällen hilft dieselbe Vorbereitung. Datum, Uhrzeit, Ort oder Benutzername, Wortlaut der Meldung und, wenn möglich, ein Bild vom Bildschirm. Ohne diese Angaben beginnt ein Austausch über mehrere Runden, mit ihnen lässt sich eine Sache meist in einem Durchgang klären.
Fehlt das anbietende Unternehmen im Verzeichnis der Aufsicht, entfällt dieser Weg vollständig. Dann gibt es keinen inländischen Adressaten, der Monatsrahmen läuft nicht mit, und die Sperrdatei wird nicht abgefragt. Das ist der nüchterne Preis eines Angebots außerhalb des Rahmens, und er fällt erst im Streitfall auf.
Art des Problems bestimmen: Standort oder Netzangebot
Bei einer Halle an Gewerbe- oder Ordnungsamt der Kommune wenden
Bei einem Netzangebot zuerst schriftlich an das Haus selbst
Ohne Ergebnis die Aufsicht der Länder einschalten
Datum, Uhrzeit, Benutzername und Bildschirmbild beilegen
Häufige Fragen
Gilt eine Hallenzulassung auch im Internet?
Nein. Die Bauartzulassung betrifft die Technik eines Geldspielgeräts, die Erlaubnis für einen Hallenstandort ist ortsgebunden. Für ein Angebot im Netz braucht es eine eigene Erlaubnis, die unternehmensbezogen erteilt und im Verzeichnis der Aufsicht geführt wird.
Wer beaufsichtigt eine Spielhalle, wer das Netz?
Für die Halle ist die Kommune zuständig, meist über Gewerbe- und Ordnungsamt, zusätzlich greifen Landesgesetze. Angebote im Netz beaufsichtigt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder; sie sitzt in Halle an der Saale und führt das Verzeichnis der erlaubten Unternehmen.
Wirkt meine Sperre in der Halle auch online?
Ein Eintrag in der bundesweiten Sperrdatei wirkt in beide Richtungen, also am Bildschirm wie am Eingang einer Halle, einer Spielbank und einer Wettvermittlungsstelle. Eine bei einem einzigen Haus gesetzte Pause bleibt dagegen auf genau dieses Haus beschränkt.
Warum unterscheiden sich die Einsatzgrenzen so stark?
Weil sie an verschiedenen Größen ansetzen. In der Halle begrenzt die Spielverordnung Einsatz, Verlust und Gewinn je Zeiteinheit und schreibt eine Mindestdauer je Spiel vor. Im Netz begrenzt der Staatsvertrag die einzelne Runde auf einen Euro und schreibt eine Pause von fünf Sekunden vor.
Zählt mein Einsatz in der Halle zum Monatsrahmen?
Nein, der Rahmen von tausend Euro im Monat betrifft Einzahlungen bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis im Netz und wird in LUGAS personenbezogen geführt. Bargeld am Gerät in einer Halle läuft dort nicht mit, weshalb beide Welten getrennt zu betrachten sind.
Sagt ein bekannter Gerätename etwas über den Betreiber?
Nein. Der Name auf dem Gehäuse gehört dem Hersteller des Spiels, das Konto liegt bei einem Veranstalter, und das sind häufig zwei verschiedene Firmen. Prüfen lässt sich deshalb nur die Firma aus dem Seitenfuß, und zwar im Verzeichnis der Aufsicht.